2009


Beim Maiball spielte die „Oberkrainer Power“, zur Entlastung des Gemeindesaals wurde erstmals ein großes Zelt am Gemeindeplatz, verbunden mit einem Zelttunnel aufgebaut. Dieses Zelt wurde mit Sound- und Lichttechnik bestückt und fungierte – konträr zum traditionellen und „volkstümlichen“ Teil des Festes – als Partyzelt mit Pop- und Rockmusik und einem DJ.

825-Jahr-Feier von Dieterode (Thüringen):

„Tiroler krönen 825-Jahr-Feier“ – so titelte die “Thüringer Allgemeine Zeitung” nach einem Besuch der Karwendler Plattler im ehemals ostdeutschen Dieterode.

Auf Einladung eines ehemaligen Kaltschmid-Lehrlings – welcher mittlerweile wieder in seiner Heimat Dieterode lebt und dort ein eigenes Gasthaus führt – mobilisierte bzw. reaktivierte Thomas Neuhauser weitere acht “Altplattler”, um im 700 Kilometer entfernten 87-Seelen-Dorf einen “Tiroler Abend” zur 825-Jahr-Feier aufzuführen.

Da diese Veranstaltung am letzten Wochenende im April stattfand, mussten die aktiven “Jungplattler” leider zu Hause bleiben und die Zeltstadt für den Maiball aufbauen.

Dass ein Ort mit “nur” 87 Einwohnern zu Feiern versteht, mussten die Karwendler Plattler schon am ersten Abend feststellen – das Kirmes-Festzelt war mit über 900 Gästen restlos gefüllt, dennoch fand sich Platz für ein paar umjubelte Schuhplattler-Einlagen.

Am Sonntag fand ein Gedenkgottestdienst sowie ein Frühschoppen mit Kindernachmittag statt, am Abend hatten die Plattler dann ihren Hauptauftritt – der allerdings auch erst in den Morgenstunden endete.

Der Tiroler Charme und die Werbung für die Olympiaregion haben sich anscheinend ausgezahlt – der Kirmes- und Feuerwehrverein aus Dieterode hat sich sofort für einen Gegenbesuch angekündigt.

Kultur und Relaxen war angesagt!

Nach dem ganzen Arbeits- und Auftrittsstress sowie den kleineren Städtereisen in den letzten Jahren entschlossen wir uns, wieder einen etwas größeren Ausflug zu machen – wir einigten uns auf die Sonneninsel Malta!

“Gegenbesuch” aus Dieterode:

Für 9. – 12. Oktober war der Gegenbesuch angekündigt. Da es in Thüringen keine Berge gibt und die meisten auch „richtige“ Berge nur aus dem Fernsehen kannten war schnell klar, dass wir uns hierfür ein spezielles Programm zusammen stellen mussten. Fast das halbe Dorf, immerhin 40 Personen, machten sich auf den Weg nach Scharnitz, wo am späten Freitag Abend ein Empfang im Gasthof Risserhof stattfand.

Am Samstag fand eine Begehung der Leutascher Geisterklamm statt, anschließend ein Mittagessen im Gasthaus Gletscherschliff, bevor es dann mit dem Bus zurück nach Scharnitz ging, wo Otto Neuhauser den Gästen die Geschichte der Porta Claudia erklärte.

Beim Tiroler Abend mit der Kinderplattlergruppe und Livemusik fand die offizielle Begrüßung durch Bgm. Walter Lechthaler im Gemeindesaal Scharnitz statt.

Am Sonntag Vormittag fuhren alle zum Isarursprung. Am meisten beeindruckt waren die Gäste von der Naturschönheit und der Nähe zu den hohen Felswänden.

Wieder zurück aus dem Tal mussten die Dieteroder ihre Treffsicherheit beim Luftgewehrwettkampf unter Beweis stellen.

Nach einem g´schmachigen Menü fand die Verabschiedung im Gasthof Wiesenhof statt.